Seit der industriellen Revolution vor 150 Jahren hat der Mensch 47 Prozent der Landfläche der Erde mit Beschlag belegt. Wälder wurden gerodet, Sümpfe und Moore trockengelegt, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Zu diesem Ergebnis kommt der jetzt vom UN-Umweltprogramm veröffentlichte „Weltatlas der Artenvielfalt: Die lebenden Ressourcen der Erde Jahrhundert”. Auf der Erde existiert wenig wirkliche Wildnis, die eine weitere Expansion der Weltbevölkerung tragen könnte, fasst Autor Brian Groombridge zusammen. Allein im vergangenen Jahrzehnt sei die Lebensmittelproduktion um 69 Prozent gestiegen, die Ausbeutung unberührter Wildnis um 31 Prozent. Die Folgen für Menschen und Natur seien gewaltig. In die gleiche Richtung zielt ein vom UN-Atlas unabhängig durchgeführter Vergleich zur Wirtschaftlichkeit natürlicher und menschlich beeinflusster Ökosysteme, den die Zeitschrift „Science stellte. In dieser Bilanz ,,kostet die Umwandlung des natürlichen Lebensraums in Kulturlandschaft die Menschheit pro Jahr 250 Milliarden Dollar”. Mitberechnet wurden alle „Dienstleistungen”, die eine unberührte Natur dem Menschen bietet, wie etwa Trinkwasser. (11.8.2002) (www.kunstwissen.de)
Hier findet ihr die letzten erklärten ‘Naturregionen’ der Erde.
Der Mensch schreitet seit 2002 natürlich voran…
Zwei kürzliche Meldungen wären:
Neue Strategie – Europäer steigen in das Rennen um die Arktis ein, 21.11.08
Nun will auch die Europäische Union von den Schätzen der tauenden Arktis profitieren. Die EU-Kommission hat dazu ein neues Strategiepapier vorgelegt. Darin will man alles auf einmal: Umweltschutz, Zugriff auf die Öl- und Gasvorkommen – und mehr politischen Einfluss.
Borneo – So stirbt der Regenwald, 16.11.08
Uralte Regenwälder, Orang-Utans, majestätische Natur – die Insel Borneo ist ein einzigartiger Flecken Natur. Doch das Naturparadies ist bedroht, eine skrupellose Industrie zerstört es in Rekordtempo: für die Suche nach Öl, Gold und den Anbau von Nutzpalmen.
und ein konstruktiveres Beispiel:
Klima-Geschenk für die Kinder – Warum Ecuador sein Erdöl unter dem Regenwald im Boden lassen will, 17.11.08
Als erstes Land der Welt will Ecuador sein Erdöl unter dem Regenwald im Boden lassen. Für diesen Verzicht sollen auch deutsche Firmen eine Entschädigung zahlen.
(alles auf www.spiegel.de gefunden)
Soviel zum ‘Siren-Sound’…
Und jetzt habe ich da noch eine Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mensch und Natur?…